Transparenzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern
  • Transparenz in Mecklenburg-Vorpommern
  • Transparenzgesetz
    • Entwurf Transparenzgesetz
    • Begründung Gesetzentwurf Transparenzgesetz M-V
    • TransparenzG - Materialsammlung
    • Internetportale des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Aktuelles
  • Über uns
Sign In

Transparenzinitiative stellt Gesetzentwurf für ein Transparenzgesetz auf der Landespressekonferenz vor 24. 9. 2024

2024 09 24 065

v.l.n.r.    Sascha Mummenhoff, Steuerzahlerbund M-V, Christian König, Mehr Demokratie e. V. , Dr. Manfred Redelfs, Netzwerk Recherche, Gerhard Bley, Regionalgruppe M-V Transparency Deutschland

Die Initiative für Transparenz in Politik und Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern hat heute (24.9.) auf der Landespressekonferenz in Schwerin einen Entwurf für ein Transparenzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt, der aus der Mitte der Zivilgesellschaft kommt. Gut drei Jahre nachdem die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag ankündigte, das bestehende Informationsfreiheitsgesetz zu evaluieren und ein Transparenzgesetz zu prüfen und seitdem untätig blieb, fordert sie die Initiative mit ihrem Entwurf zum Handeln auf.

Ziel des Gesetzes ist ein Paradigmenwechsel, von der Holschuld der Bürgerinnen und Bürger hin zur Bringschuld der Verwaltung und der Wandel zu einem offenen, bürgernahen Staat. Das zentrale Instrument hierfür ist die Schaffung einer aktiven Veröffentlichungspflicht für Verwaltungen in einem digitalen Transparenzportal. Weitere Punkte des Gesetzentwurfs sind die Zusammenführung des Informationsfreiheitsgesetzes mit dem Landes-Umweltinformationsgesetz, die Möglichkeit einer elektronischen Antragstellung, die Verringerung der Ausnahmetatbestände von der Veröffentlichungspflicht und der Wegfall von Gebühren.

Der offene Zugang zu behördlichen Informationen ist ein Grundstein für gelingende Beteiligung, die Mitsprache der Einwohnerinnen und Einwohner und stärkt das Vertrauen in Politik und Verwaltung. Das belegen auch die Evaluationen bestehender Transparenzgesetze wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder Hamburg. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen auch, dass ein Transparenzgesetz die Digitalisierung und Entbürokratisierung der Verwaltungen stärken kann.

Der Gesetzentwurf kann auf dieser Webseite öffentlich kommentiert werden Entwurf Transparenzgesetz. Er soll nach den Anregungen der Bürgerinnen und Bürger dem Landtag und dem Innenministerium übergeben werden.

Eine Kurzdarstellung des Gesetzesvorhabens findet sich hier.

Deckblatt

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern von Mehr Demokratie e. V. zur Präsentation des Gesetzentwurfs.

Transparency International Deutschland zur Vorstellung des Gesetzentwurfs  hier und hier.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter, Landesverband M-V, zur Präsentation des Gesetzentwurfs

Der Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommern e.V  zur Präsentation des Gesetzentwurfs

Bericht des NDR vom 24. 9. 2024 mit Beitrag aus dem Nordmagazin zur Initiative.
 
NDR 24 9 2024
 
Der NRD hat bei den Koalitionsfraktionen SPD und DIE LINKE im Landtag Mecklenburg-Vorpommern nachgefragt, wie sie zum Gesetzentwurf der Transparenzinitiative stehen. Die Reaktion beider Fraktionen war abwehrend.
Hier der Bericht des NRD dazu vom 26. 9. 2024.
Mein Kommentar dazu:
Der immer wiederkehrende Verweis auf die allgemeinen Formulierungen des Koalitionsvertrages erscheint immer mehr als ein reines Lippenbekenntnis zu Transparenz.
Je öfter diese Aussage nach fast drei Jahren SPD-LINKE-Koalition wiederholt wird, desto unglaubwürdiger erscheint die Aussage.
Dieses Verhalten schürt Misstrauen und Frustration.
Vor einem dreiviertel Jahr und damit nach fast zwei Jahre nach dem Abschluss des Koalitionsvertrages erklärte die Landesregierung, noch nicht zu wissen, was sie will beim Thema Informationsfreiheit. Vorsorglich wird schon mal auf "haushälterische Aspekte" verwiesen. Der Hinweis ist so richtig wie banal, auf jeden Fall lässt er nichts Gutes erhoffen.
Viele Bürger und Verbände, die Wirtschaft, Vereine, Bürgerinitiative erleben immer wieder, wie schwierig der Zugang zu Informationen ist, die für ihre Beteiligung an öffentlichen Vorgängen wichtig ist. Die Landesregierung und die Koalitionsfraktionen sollten diese Bürger und Organisationen endlich ernst nehmen als wichtige Akteure in unserer Demokratie. Unser Land braucht gut und verlässlich informierte Bürger und Verbände, die sich engagiert an demokratischen Prozessen beteiligen. Das schafft Vertrauen und stärkt unsere Demokratie.
Gerhard Bley
 

Im Nachgang berichteten unter anderem Nordkurier, Ostseewelle, Zeit Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und ntv von der Präsentation des Gesetzentwurfs. Ein kurzes Video von der LPK gibt es in der ardmediathek.

Presseerklärung der Initiative vom 24. 9. 2024
 
 Zur Berichterstattung über die Vorstellung der Initiative für Transparenz in Politik und Verwaltungen Mecklenburg-Vorpommern auf der Landespressekonferenz am 5. 3. 2024
 
 

    Netzwerk Recherche: Wie wir an Informationen kommen - Praxishandbuch zum Recht auf Auskunft und Akteneinsicht

    Als 26. Ausgabe in der Reihe der NR-Werkstätten ist die Publikation „Wie wir an Informationen kommen. Praxishandbuch zum Recht auf Auskunft und Akteneinsicht” im Juli 2024 erschienen. Diese ermutigt Journalist:innen, ihre Auskunftsrechte selbstbewusst gegenüber öffentlichen Stellen durchzusetzen.

    Der erste Abschnitt, verfasst von Dr. Manfred Redelfs, bietet einen Überblick über die wichtigsten Rechtsgrundlagen, darunter das Landespressegesetz, das Umweltinformationsgesetz und das Informationsfreiheitsgesetz. Der zweite Abschnitt enthält praktische Beispiele und Erfahrungsberichte verschiedener Autor:innen, die zeigen, wie diese Gesetze in der journalistischen Praxis angewendet werden können.

    https://netzwerkrecherche.org/nr-werkstatt/werkstatt/wie-wir-an-informationen-kommen/

    Schichten des Zugangs zu Informationen - Ergebnisse aus den Evaluationen unterschiedlicher Konzepte - Univ.-Prof. Dr. Jan Ziekow

    Präsentation zur Evaluierung von Landestransparenzgesetzen und des IFG Bund zum Vortrag von Prof. Ziekow auf der  41. Sitzung der Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Deutschland am 3. November 2021

     

    Protokoll mit Diskussionsbeiträgen dazu.

    Die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten veröffentlicht Praxishandreichung Transparenzportale

    Die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Deutschland (IFK) hat einen Leitfaden zum Aufbau und Betrieb staatlicher Transparenzportale herausgegeben. Über diese digitalen Plattformen können Bürgerinnen und Bürger amtliche Informationen und Daten abrufen, die durch die Verwaltung proaktiv bereitgestellt werden. Dazu sind sowohl Bund als auch Länder verpflichtet, sofern sie bereits über ein Transparenzgesetz oder eine andere entsprechende rechtliche Vorgabe verfügen.
    Dr. Juliane Hundert, die als Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte 2024 den IFK-Vorsitz innehat, erklärt anlässlich der Veröffentlichung: »Der Zustand einer Demokratie und eines Rechtsstaats
    bemisst sich unter anderem daran, wie transparent die öffentliche Verwaltung mit ihren Entscheidungen und Informationen umgeht. Je einfacher und umfassender Unterlagen und Daten durch staatliche Stellen bereitgestellt werden, desto wirksamer lassen sich auch Verschwörungsmythen und Desinformation entlarven. Allgemein zugängliche Transparenzportale können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.«
    Die Praxishandreichung richtet sich an die Betreiber der Portale, an informationspflichtige Stellen sowie Nutzerinnen und Nutzer, die die Qualität einer Plattform prüfen möchten. Übersichtlich und kompakt gibt die IFK Tipps und Hinweise zur Gestaltung der Plattformen, benennt Anforderungen und zeigt konkrete Umsetzungsmöglichkeiten auf. Außerdem enthält der Leitfaden eine Checkliste, die die wesentlichen Kriterien zusammenfassend aufführt, beispielsweise zu den technischen Rahmenbedingungen, organisatorischen Festlegungen, der Barrierefreiheit und zum Verzicht auf Tracking.

    Quelle: Landesinformationsbeauftragter Mecklenburg-Vorpommern

    Siehe dazu auch das Protokoll der 43. Sitzung der Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten Protokoll der 43. Sitzung der Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Deutschland am 8./9. November 2022 in Kiel und die dort gezeigte Präsentation (Anlage 1).

    Vergütungstransparenz verbessert mit Änderung des Sparkassengesetzes M-V

    Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat am 12. Juni 2024 eine Änderung des Landessparkassengesetzes beschlossen, womit die Sparkassen verpflichtet werden, die Gesamtbezüge der Sparkassenvorstände zu veröffentlichen und nicht mehr nur die Aussichtsgremien der Sparkassen verpflichtet werden, auf eine Veröffentichung hinzuwirken.

    Der gesamte Vorgang in der Parlamentsdokumentation des Landtages Mecklenburg-Vorpommern.

    Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern Sebastian Schmidt begrüßt Änderung des Landessparkassengesetzes.

    Sparkassen befinden sich in kommunaler Trägerschaft und handeln im öffentlichen Auftrag. Bürgerinnen und Bürger haben deshalb ein Recht darauf, die Höhe der Vergütung der Vorstände zu erfahren. „Aus Sicht der Informationsfreiheit begrüße ich die heute beschlossene Änderung ausdrücklich“, erklärt Sebastian Schmidt. Die Sparkassen sind im öffentlichen Auftrag handelnde Kreditinstitute in kommunaler Trägerschaft. Aus diesem Grund hätten Bürgerinnen und Bürgern ein legitimes Interesse, über die Gesamtbezüge der Vorstände informiert zu werden. Die bloße Hinwirkungspflicht der Träger auf eine Offenlegung der Bezüge, wie sie bisher im Gesetz geregelt war, habe sich jedoch in der Praxis als wenig effektiv gezeigt. „Die Neuregelung sorgt für eine erhöhte Transparenz und trägt dem Informationsanspruch der Bevölkerung Rechnung“, so Schmidt weiter.

     

    1. Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Transparenzranking
    2. Erfahrungen mit dem Transparenzgesetz in Sachsen -
    3. Initiative zur Senkung der Kosten für Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz M-V und für ein Transparenzgesetz vom Landtag M-V abgelehnt.
    4. Wie funktioniert die technische Umsetzung des Transparenzportals?
    5. Marie Jünemann auf netzpolitik.org Die Demokratie vorwärtsverteidigen durch ein Transparenzgesetz
    6. Landespressekonferenz am 5. März 2024 - Die Initiative stellt sich vor.
    7. FAQ Transparenzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern
    8. Wie gelangen Daten und Dokumente in das Transparenzportal?
    9. Brief an Innenminister Pegel zur Vorstellung der Transparenzinitiative
    10. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern weiss noch nicht, was sie will.
    11. 45. Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten für ein Transparenzgesetz
    12. Wie Digitalisierung der Verwaltung und ein Transparenzgesetz zusammenhängen - WDR
    13. Wie steht es um das Vertrauen in Demokratie in Krisenzeiten?
    14. Kleine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen zu einem Transparenzgesetz M-V
    15. Was aber können wir tun, um das Vertrauen der Menschen in die Demokratie zu stärken?
    16. Neu: umfassendes Handbuch zur Informationsfreiheit, frei zugänglich
    17. NRD-Befragung hohe Zustimmung für Transparenzgesetze und Informationsansprüche der Bürger
    18. Hartmut Bäumer zum Bundestransparenzgesetz in der Frankfurter Rundschau
    19. Smart Cities an der Ostseeküste - Hansestädte wollen Digitalisierung voranbringen
    20. Habt Vertrauen, fürchtet euch nicht!
    21. Landesbeauftragter für Informationsfreiheit zum 28 September 2023
    22. Start der Transparenzinitiative M-V
    23. Pressetermin am 28. September 2023 um 11 Uhr

    Seite 3 von 8

    • 1
    • 2
    • 3
    • 4
    • 5
    • 6
    • 7
    • 8

    Impressum und Datenschutzerklärung

    mail@transparenzgesetz-mv.de

    Transparenzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern
    Sign In
    • Transparenz in Mecklenburg-Vorpommern
    • Transparenzgesetz
      • Entwurf Transparenzgesetz
      • Begründung Gesetzentwurf Transparenzgesetz M-V
      • TransparenzG - Materialsammlung
      • Internetportale des Landes Mecklenburg-Vorpommern
    • Aktuelles
    • Über uns